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Rudolf Virchow
Pathology
Ophthalmology
Ruine of Lecture Hall
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Mit einem Paukenschlag meldet sich um 1850 die Pathologie zu Wort.
Der Berliner Arzt und Politiker Rudolf Virchow erklärt den Körper neu.
Die Zelle, so betont er, ist die kleinste Einheit des Lebens. Jede Zelle
entsteht aus einer Zelle. Jedes Organ besteht aus einem Zellverband. Unter
dem Mikroskop lässt sich eine gesunde von einer kranken Zelle unterscheiden.
An einem einfachen Holztisch richtet der Pathologe einen ersten Blick
auf das kranke Organ. Hier präpariert er den Krankheitsbefund; hier stellt
er eine ‚letzte' Diagnose.
An seinem Arbeitstisch untersucht der Pathologe Virchow genauer die
Befunde, nutzt das Mikroskop, verfasst seine wissenschaftlichen
Manuskripte und führt seine Korrespondenz.
Bis 1902 baut Virchow mit über 23.000 Präparaten die weltweit größte
pathologisch-anatomische Sammlung dieser Art auf. Etwa 750 Präparate
werden heute noch gezeigt, gegliedert nach großen Organen oder
Organsystemen.
Erklärt wird eingangs der normale Körperbau. Dann
ist ein Spektrum verschiedener Leiden zu sehen. Schließlich wird ein
besonderes Krankheitsbild, wie Gehirntumor oder Magengeschwür,
gezeigt und genauer erläutert. In eigenen Vitrinensegmenten finden die
Besucher aber auch Fehlbildungen an einzelnen Organen oder am gesamten
Körper.
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