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Unser Museum
Geschichte des Berliner Medizinhistorischen Museum
Das Pathologische Museum
Virchows Präparate
Die Präparate heute
Biografie Rudolf Virchows
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Rudolf Virchow maß seiner Sammlung pathologisch-anatomischer Präparate
die höchste Bedeutung bei. Er nannte sie sein "liebstes Kind". Die Fülle
der hierin versammelten Krankheitsbilder dokumentierte für ihn den
erreichten Wissensstand auf seinem Fachgebiet, der Pathologie und
verwies damit in eindrucksvoller Weise überdies auf sein eigenes
Lebenswerk. Die Präparate boten ihm die "unmittelbare Anschauung",
um daran sein Wissen anderen zu vermitteln.
An seinen Präparaten
unterrichtete er zum einen seine Studenten, zum anderen machte er
große Teile seiner Sammlung aber auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Präparat ist das Urobjekt allen medizinischen Sammelns. Seit Mitte
des 16. Jahrhunderts wurden vor allem an den anatomischen Forschungs-
und Lehreinrichtungen der Universitäten, den anatomischen Theatern,
Präparate gefertigt und aufbewahrt. Sie verdeutlichten die Strukturen
des "normalen" Körperbaus.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wandelte sich
die Perspektive. Medizinische Forscher interessierten sich zunehmend für
den kranken Körper. Vor allem an etlichen neu gegründeten englischen
Medizinschulen entstanden kleinere Präparate - Sammlungen, die zumeist
das wissenschaftliche Arbeitsgebiet eines Pathologen dokumentierten.
Rudolf Virchow ließ sich vom britischen Vorbild für den Aufbau einer
eigenen, allerdings umfassenderen Sammlung inspirieren.
Mit seiner öffentlich zugänglichen Schausammlung wollte Virchow das
Wissen um Gesundheit und Krankheit in der Bevölkerung mehren. Er
zeigte in dieser Abteilung des Museums Präparate mit besonders
eindrucksvollen Krankheitszeichen und präsentierte seltene
Krankheitsformen - so etwa die Fehlbildungen - in größeren Reihen.
An manchen Stellen fügte er in seine Vitrinen auch ergänzende
Nachbildungen aus Gips oder Wachs ein und erläuterte bestimmte
Sachverhalte durch beigestellte Texttafeln.
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