Ausstellungstexte
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Vitae der Künstler (56 kB)
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Eine Ausstellung von Hartmut Kraft
Im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
23. November 2008 - 1. Februar 2009
"Zerstörung und Tod sind nicht das Ende." - In der Nacht vom 28. auf den 29.
März 1942 fällt der berühmte der "Lübecker Totentanz", 1463 von
Bernd Notke in die Lübecker Marienkirche gemalt, britischen Bomben zum Opfer.
Auf der Grundlage von acht kolorierten Zeichnungen C. Julius Mildes aus dem 19.
Jahrhundert und mit Hilfe der Kunst erweckt der Kölner Psychoanalytiker, Sammler,
Ausstellungsmacher und Autor Dr. Hartmut Kraft ihn über 60 Jahre später
wieder zum Leben und schafft gleichzeitig Neues.
Im Mittelpunkt der Ausstellung "Tanz mit dem Totentanz" stehen Arbeiten von 25
Künstler, die Hartmut Kraft angeregt hat, die 1997 in einem großformatigen
Buch nochmals erschienenen Zeichnungen Mildes, zu bearbeiten. Entstanden sind höchst
unterschiedliche Arbeiten von Skulpturen über Zeichnungen und Fotoarbeiten bis hin
zu Performances, darunter die letzte Zeichnung Robert Gernhardts, der am 30.6.2006
während der Vorbereitungen der Ausstellung verstarb.
Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Artefakte des Genres aus der Sammlung
Hartmut Krafts. Der makabre Tanz der Schedel'schen Weltchronik fehlt hier genauso wenig
wie barocke Beispiele und jüngere Arbeiten unter anderem von Alfred Rethel, Max
Klinger oder Alfred Kubin. Totentanzmasken aus Asien, Mittelamerika und (mit Vorbehalt
auch) Afrika zeigen transkulturelle Vergleichsmöglichkeiten. Eine Serie
großformatiger Totentanzbilder des Kölner Künstlers von Peter Gilles
rundet die Ausstellung ab.
Nach den sehr erfolgreichen Präsentationen "Kunst auf Rezept" (2003), "Kunst und Tabu"
(2004) und "Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie" (2006) ist "TANZ mit dem
TOTENTANZ" bereits die vierte Ausstellung Hartmut Krafts im Berliner Medizinhistorischen
Museum der Charité.
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